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ARS POLITICA

Der Mensch in unserer Gesellschaft, seine Privatheit, seine politische Integration: das ist das Sujet der Malerin. Grundthema aller ihrer Werke ist das Erinnern, das kollektive Gedächtnis.

Im Wechsel der Jahrzehnte zieht Gaby Kutz mit ihren Bildzyklen einen gesellschaftspolitischen Bogen durch die (deutsche und internationale) Geschichte: Seien es intime Einblicke in das private Leben des Einzelnen oder Kanzlerdarstellungen in offiziellen Posen, sei es das Porträt eines Obdachlosen, die gefährliche Überfährt von Flüchtenden über das Mittelmeer, der Protest gegen den Braunkohleabbau oder Porträts von Menschen, die sich besonders für soziale Demokratie, Menschenrechte und Friedensbewegung einsetzen.
Ausgangspunkt ist immer die Pressefotografie: Im altmeisterlichen Verfahren mittels Raster überträgt Kutz das Motiv auf die Leinwand, um es dann in ihrer speziellen Maltechnik in Lasuren mit Ei-Tempera und Ölfarben zu bearbeiten. Durch Unterlassungen, Farbveränderungen und Veränderungen in Zusammenstellung von Personen, verweist das so entstandene Gemälde, auf das geschichtliche und/oder private Ereignis. Dieses gewinnt durch die Heraushebung als Kunstwerk, durch die Größe und Verfremdung für den Betrachter an Bedeutung und lässt ihm über das reine Erinnern viel Spielraum für eigene Interpretationen.

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